Der Rheinfall

Der Rheinfall-Tippel: Schaffhausen – Dachsen

Schaffhausen, die nördlichste Stadt der Schweiz, ist immer wieder eine Reise wert. Ebenso der Rheinfall, der grösste Wasserfall Europas. Beide Ziele mit einer Wanderung zu verbinden ergibt eine genussvolle, sanfte Wanderung mit viel sehenswertem.


Region:Lenzburg
Tour Datum:11.05.2018
Wandern Schwierigkeit:T1 – Wandern (siehe » Alpinwanderskala)
Wegpunkte:» Lenzburg – Niederlenz – Wildegg
Karten:Landeskarte 1:25 000, Blatt 1090 Wohlen; geo.admin-Karte: Digitale Wanderkarte
Zeitbedarf:ca. 1 – 2 gemütliche Stunden
Aufstieg:praktisch nichts
Abstieg:ca. 40 Höhenmeter
Für Kinder:kurze Zeitdauer, eher für interessierte Teenager
ÖV-Anbindung:SBB Bahnhöfe Lenzburg und Wildegg, Bus zwischen Wildegg und Lenzburg

Schaffhausen – »Blos e chlini Stadt«

Der Schweizer Liedermacher Dieter Wiesmann, Schaffhauser durch und durch, schrieb mit seinem Lied »Blos e chlini Stadt« eine Ode an Schaffhausen. Die Stadt ist wohl klein, aber mit knapp 35 Tausend Einwohnern die grösste Stadt des nördlichsten Kantons der Schweiz. Schaffhausen ist auch bekannt als »Erkerstadt«, viele der gut 300 vorhandenen werden wir auf unserem Tippel durch die Altstadt sehen und bestaunen.

Unsere Wanderung startet am Bahnhof Schaffhausen und dort ist es ratsam, nicht dem gelben Wegweiser zum Rheinfall zu folgen, sondern gleich quer durch die Stadt in Richtung Munot zu wandern. Der Wanderweg umgeht die Stadt einfach und nimmt den kürzesten Weg. Für einmal ist ein Umweg durchaus sinnvoll. Am einfachsten ist der Obergasse / Vordergasse zu folgen. Da die Altstadt aber räumlich begrenzt ist, darf durchaus auch nach Lust und Laune der Besichtigung gefrönt werden. Die Renaissance-Gebäude sind allesamt herausgeputzt und sehenswert. Die vielen kleinen Läden und Gaststätten laden zum Bummel oder kurzen Verweilen ein.

Der Munot – Wahrzeichen der Stadt

Gleich nach der Altstadt befindet sich die Festung Munot, eine runde Anlage aus dem 16. Jahrhundert. Der steile Treppenaufstieg lohnt sich. Die riesigen Kasematten sind sehenswert. Zudem bietet der Munot einen wunderbaren Blick auf den Rhein und die Schaffhausen umgebenden sanften Hügel.

Vom Munot geht es hinab an das Ufer des Rheines. Über die Brücke wechseln wir das Flussufer und folgen den gelben Wegweisern Flussabwärts. Der breite Uferweg ist erlaubt angenehmes Gehen und bietet immer wieder schöne Blicke auf den Rhein und die Stadt Schaffhausen. Vorbei am Kraftwerk Schaffhausen streben wir Flurlingen zu.

Flurlingen – Welches Ufer darf es sein?

Bei der Flurlinger Brücke könnten wir uns für ein Flussufer entscheiden. Weiterhin auf der linken Seite oder wechseln wir das Ufer? Uns wird die Entscheidung abgenommen. Infolge Bau- und Holzarbeiten ist der weitere Uferweg gesperrt, wir müssen die Seite wechseln. Welche Seite gewählt wird, spielt keine Rolle. Die Sicht auf den kommenden Rheinfall ist auf beiden Seiten gut. Und es führen vor unserem Ziel Dachsen, zwei weitere Brücken über den Rhein. Wir wechseln jedenfalls die Seite und folgen dem grossen Strom flussabwärts.

Der Rheinfall – Der grösste Wasserfalls Europas

Bald vernehmen wir ein sanftes Rauschen, welches stetig stärker wird. Der Rheinfall naht. Wir passieren die Eisenbahnbrücke zwischen Laufen und Neuhausen, die letzte Möglichkeit den Rhein vor dem Rheinfall zu überqueren. Wir bleiben auf unserer Seite und nähern uns dem Fall. Und dann stehen wir daneben. Mit einer Höhe von 23 Metern und einer Breite von 150 Metern und einem mittleren Sommerabfluss von ca. 600 Kubikmetern Wasser ist der Rheinfall einer der drei grössten Wasserfälle Europas. Imposant, wie sich das Wasser schäumend über die Felsen stürzt. Das tosen und brausen, das knacken von mitgerissenen Steinen. Unvergesslich. Beeindruckend.

Das der Rheinfall ein Touristenmagnet ist, spürt man spätestens etwas unterhalb. Zwischen dem Kraftwerk am Rheinfall und dem Schlösschen Wörth, ballt sich die touristische Welle. Von hier laufen Ausflugsboote zum Felsen, mitten im Fall aus. Hier reiht sich Souveniershop an Take-A-Way und hier balgen sich die Massen der Selfie-Generation um den besten Foto-Spot. Wir ziehen weiter.

Nohl – Die Ruhe nach dem Trubel

Schon bald kehr wieder Ruhe ein. Die Touristenmasse bleibt beim Rheinfall und wandert nicht weiter. Wir schon. Und streben der nächste Brücke über den Rhein zu. Diese queren wir und streben danach hangaufwärts nach Dachsen. Der Bahnhof Dachsen ist bald erreicht und so auch das Ende unserer Wanderung. Wer will, kann dem Rheinuferweg noch gute 1 1/2 Stunden bis Rheinau weiter folgen. Wir aber nehmen den Zug zurück nach Schaffhausen, fahren über die Brücke oberhalb des Rheinfalls und blicken nochmals hinunter auf die tosenden Wassermassen.

Links:

Fotos der Wanderung:

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